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Das Projekt „Zukunftsorientiere Vulnerabilitäts- und Risikoanalyse als Instrument zur Förderung der Resilienz von Städten und urbanen Infrastrukturen“ (Akronym: ZURES) wird im Rahmen der sozial-ökologischen Forschung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Das ZURES Konsortium besteht aus 7 Partnern, davon drei Forschungseinrichtungen, zwei Planungsbüros und zwei Partnerstädte. Die beteiligten Projektpartner in diesem Verbund sind so gewählt, dass die notwendigen Expertisen für wesentliche Analyse und Entwicklungsschritte optimal aufeinander abgestimmt sind. Die Koordination des Verbundprojekts liegt bei IREUS.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (Projektträger DLR) im Rahmen der Initiative „Nachhaltige Transformation urbaner Räume“ der sozial-ökologischen Forschung gefördert.

 

IREUS

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Institut für Raumordnung und Entwicklungsplanung an der Universität Stuttgart (IREUS)

IREUS vertritt die Anliegen einer auf Nachhaltigkeit und Resilienz zielenden Raum- und Infrastrukturplanung. In der Forschung setzt das Institut auf empirisch gestützte, wirkungsorientierte Raum-, Umwelt- und Risikoforschung. Verfolgt wird ein inter- und transdisziplinärer Forschungsansatz, der planungs- und ingenieurwissenschaftliche mit umwelt-, wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Forschungsinhalten vernetzt. International vergleichende Analysen zu ausgewählten Fragen des Risikos, der Vulnerabilität, des Umweltwandels, der Raumentwicklung und von Planungssystemen sind ebenfalls ein wichtiger Aspekt.

Prof. Dr.-Ing. habil. Jörn Birkmann (Gesamtprojektleitung) ist Direktor des IREUS und Leitautor des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) für den Spezialbericht SRES und den fünften Sachstandsbericht (AR5). Er ist zudem Mitglied der Akademie für Raumordnung und Landesplanung und des von ICSU (International Council of Science) getragenen Expertengremiums IRDR (Integrated Research on Disaster Risk). Prof. Birkmann hat über 100 Publikationen zu den Themen Vulnerabilität, Risiko und Anpassung an den Klimawandel sowie adaptive Planung veröffentlicht und bereits mehrere Verbundprojekte geleitet und koordiniert. Er war auch Mitglied im Expertenkreis für die Nationale Plattform Zukunftsstadt.

Kevin Laranjeira (Bearbeiter) ist seit November 2018 am IREUS tätig. Er beschäftigt sich mit den Themenbereichen Risiko, Klimawandelanpassung, Abschätzung von Vulnerabilitäten sowie Indikatoren- und Indexentwicklung.

IRPUD

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Institut für Raumplanung der TU Dortmund (IRPUD)

Das 1974 gegründete Institut für Raumplanung (IRPUD) ist die wissenschaftliche Einrichtung der Fakultät Raumplanung der Technischen Universität Dortmund. Es dient der inhaltlichen Integration der an der Fakultät vertretenen Fachdisziplinen durch fachgebietsübergreifende Forschungsprojekte und Dienstleistungen. Das IRPUD verfügt in der Stadt-, Risiko- und Klimafolgenforschung über langjährige Erfahrung auf allen räumlichen Ebenen (international, national, regional, lokal). Breite Expertise in Theorien, Konzepten sowie quantitativen und qualitativen Analysemethoden ist ebenso vorhanden wie Umsetzungskompetenz in der planerischen Praxis. Das Projektteam umfasst die im Folgenden genannten Mitarbeiter.

Prof. Dr.-Ing. Stefan Greiving (Projektleitung): Mitglied der Akademie für Raumordnung und Landesplanung und der Architektenkammer NRW. Über 170 Publikationen sowohl zu den Themen Klimafolgen- und Risikoforschung, Umweltprüfung, Daseinsvorsorge als auch rechts- und verwaltungswissenschaftlichen Fragestellungen. Am IRPUD Leiter von insgesamt 25 einschlägigen EU-, BMBF- und DFG-Projekten.

Dr. rer. pol. Mark Fleischhauer (Bearbeiter): Seit über 18 Jahren in der Forschung tätig. Neben etwa 60 Publikationen Erfahrung aus der Mitarbeit in 30 nationalen und internationalen Projekten und Studien. Inhaltliche Schwerpunkte im Bereich Raum und Risiko sowie Klimawandel und Raumplanung, Beschäftigung mit Indikatorensystemen sowie mit Informations- und Kommunikationsprozessen im Risikomanagement.

Ab August 2017 wird das Projektteam von Hanna Arens unterstützt.

agl Hartz • Saad • Wendl – Landschafts-, Stadt- und Raumplanung

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agl Hartz • Saad • Wendl – Landschafts-, Stadt- und Raumplanung, Saarbrücken

Die Einzelunternehmer Hartz und Saad kooperieren in der Bürogemeinschaft agl Hartz Saad Wendl. Sie bearbeiten raumrelevante Themen, Planungen und Projekte und verknüpfen diese mit Kommunikations-, Kooperations- und Partizipationsprozessen. Die agl arbeitet in vielen Projekten an der Schnittstelle zwischen Raumforschung und Planungspraxis, etwa bei der Betreuung komplexer Projekte und Projektfamilien der INTERREG-, MORO- und ExWoSt-Programme. Ein Schwerpunkt liegt in der Begleitung städtischer und regionaler Transformationsprozesse, etwa in den Handlungsfeldern Risikomanagement, Klimaschutz und Klimaanpassung sowie im Bereich Stadtentwicklung und Umweltverträglichkeitsstudien, vgl. www.agl-online.de. Das Projektteam umfasst die im Folgenden genannten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Das Projektteam für ZURES besteht aus Andrea Hartz und Sascha Saad.

GEO-NET

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GEO-NET Umweltconsulting GmbH, Hannover

GEO-NET ist ein interdisziplinär ausgerichtetes, technologieorientiertes Unternehmen für Windenergie- und Klimadienstleitungen. Gegenwärtig beschäftigt GEO-NET 34 wissenschaftlich-technische Mitarbeiter vorrangig aus den Bereichen Geographie, Meteorologie/Klimatologie und Umweltwissenschaften. Im Themenfeld der Klimadienstleitungen erstellen sie seit 1996 Gutachten, Konzepte und Strategien vor allem für öffentliche Auftraggeber - von der Kommune bis zur Landes- und Bundesbehörde. Arbeitsschwerpunkte bilden dabei stadt- und regionalklimatische Fragestellungen sowie solche, die den kommunalen Klimaschutz und die kommunale Klimaanpassung betreffen. GEO-NET betreibt mit FITNAH bzw. ASMUS eigene meso- bzw. mikroskalige Klimamodelle und verwendet und entwickelt darüber hinaus diverse weitere vor allem GIS bzw. Software gestützte Analyse- und Planungsinstrumente, die der Entscheidungsunterstützung kommunaler Akteure dienen. Im Geschäftsfeld „urbane Klimadienstleistungen“ hat GEO-NET seit 1996 weit über 100 modellbasierte Stadtklimaanalysen und –gutachten für kommunale Auftraggeber (u.a. RVR, Berlin, Hamburg, München, Karlsruhe) und private Vorhabenträger (u.a. ECE) durchgeführt. Durch diese Tätigkeit verfügt GEO-NET über eine sehr gute Übersicht über den Umgang mit dem Schutzgut Klima/Luft in den Stadtplanungs- und Umweltämtern und ist in diverse Klimaanpassungsprozesse auf kommunaler Ebene involviert. Um in den sich hochdynamisch entwickelnden Arbeitsfeldern den Stand der Wissenschaft und Praxis entsprechend arbeiten zu können, widmet sich GEO-NET darüber hinaus verstärkt auch der angewandten Forschung und Entwicklung.

Das Projektteam von GEO-NET wird von Dr. Björn Büter und Cornelia Burmeister gebildet.

UNU-EHS

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UN University, Institute for Environment and Human Security, Bonn (UNU-EHS)

Das Institut für Umwelt und menschliche Sicherheit der Universität der Vereinten Nationen (UNU-EHS) in Bonn befasst sich mit der Entwicklung wissensbasierter Maßnahmen zur Risikominderung und Anpassung im Kontext von komplexen Umweltrisiken und globalem Wandel. Die Forschung von UNU-EHS soll das Verständnis von Ursache-Wirkungs-Beziehungen verbessern, um Handlungsoptionen zur Verwundbarkeitsreduktion und Anpassung für eine nachhaltige Entwicklung zu finden. UNU-EHS legt dabei einen besonderen Schwerpunkt auf die Entwicklung und Anwendung von Methoden zur Abschätzung von Verwundbarkeit und Risiko, zur multidimensionalen Evaluierung von Anpassungsstrategien sowie zur Erarbeitung von institutionellen Leitlinien zur Risiko-Governance.

Dr. Matthias Garschagen ist Leiter des VARMAP (Vulnerability Assessment, Risk Management and Adaptive Planning) der UNU-EHS. Sein Forschungsschwerpunkt liegt in den Bereichen der urbanen Vulnerabilität, sozialen Resilienz und Klimawandelanpassung.

Dr. Simone Sandholz ist wissenschaftliche Mitarbeiterin. Sie ist spezialisiert auf nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung, insbesondere Stadterneuerung, naturnahe Lösungen für Risikominimierung und Klimawandelanpassung.

Bonn

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Bundesstadt Bonn, Amt für Umwelt, Verbraucherschutz und Lokale Agenda

Die Stadt Bonn ist seit 1995 im Klimaschutz aktiv. Die seitdem gewachsenen Strukturen intrakommunaler Netzwerke im Klimaschutz waren eine gute Voraussetzung für eine Auseinandersetzung mit dem Thema Anpassung an den Klimawandel in der Stadtverwaltung. Bestehende ämterübergreifende Arbeitskreise ermöglichten die Einrichtung einer kleinen Lenkungsgruppe, die aus den Dezernenten des Bau- und Umweltdezernats, dem Stadtplanungsamt und dem Amt für Umwelt, Verbraucherschutz und Lokale Agenda bestehen. Neben dieser Lenkungsebene wird die operative Ebene von der Leitstelle Klimaschutz, dem Baudezernat und dem Stadtplanungsamt gebildet. Das Thema Klimawandel wurde im aktuellen integrierten Klimaschutzkonzept der Stadt Bonn mit einem eigenen Baustein zur Anpassung an den Klimawandel aufgegriffen. Dabei ging es prioritär um die Frage wie Maßnahmen zur Klimaanpassung als Anforderung des Baugesetzbuches in die Verwaltungsroutinen der Bauleitplanung implementiert werden können.

ZURES wird seitens der Stadt Bonn von Achim Helbig und Jessica Löffler geleitet.

Ludwigsburg

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Stadt Ludwigsburg, Referat Nachhaltige Stadtentwicklung

Die Stadt Ludwigsburg ist von Hitze in der Stadt betroffen, gleichzeitig besteht hoher Nutzungsdruck auf bestehende Freiräume, Wohnbaulandentwicklung steht im direkten Zielkonflikt zur Freiraumentwicklung und Klimaschutz- bzw. Klimaanpassungszielen. Es bestehen bereits vielfältige Aktivitäten wie integriertes Energie- und Klimaschutzkonzept, Teil von regionalen Klimaanalysen, aber noch keine Verknüpfung mit lokalen Entwicklungsszenarien. Die Stadt Ludwigsburg hat auf der Grundlage ihres integrierten Stadtentwicklungskonzepts 2011 ein integriertes Energie- und Klimaschutzkonzept erarbeitet. Die Umsetzung erfolgt derzeit durch unterschiedliche Maßnahmen in den Bereichen Gebäude, Mobilität und Kommunikation. Künftig soll noch stärker eine Verzahnung mit der Klimaanpassung erfolgen. Das ab 2016 geplante Verbundvorhaben würde in idealer Weise an die bisherigen Aktivitäten anschließen, da auf diese Weise eine Verknüpfung einer stadtweiten Klimaanalyse mit sozio-demographischen Veränderungen erfolgen kann, die gegenwärtig noch nicht für den Anpassungsprozess an den Klimawandel nutzbar gemacht werden konnten. Zudem bietet sich ein integrierter und beteiligungsorientierter Zugang zur Entwicklung möglicher Zukünfte für Ludwigsburg insbesondere deswegen an, da die verschiedenen Akteure unterschiedliche Vorstellung dieser zukünftigen Entwicklung haben. Für die Umsetzung der daraus resultierenden Maßnahmen wäre eine lokale szenariobasierte Vulnerabilitätsanalyse für Ludwigsburg daher von zentraler Bedeutung.

Das Projektteam in Ludwigsburg wird von Albrecht Burkhardt (Stadtplanung und Vermessung), und Charlotte Klose (Referat Nachhaltige Stadtentwicklung) gebildet.