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27. Juni 2018;

In dieser Woche werden an rund 3.000 zufällig ausgewählte Haushalte in der Ludwigsburger Innenstadt und in der Oststadt Fragebögen zum Thema Hitze in der Stadt versendet. Die Befragung findet in Zusammenarbeit zwischen der Stadt Ludwigsburg und der Universität Stuttgart statt und ist Teil des ZURES Projekts.

Hintergrund: Hitzebelastung in Städten nimmt zu

In Deutschland werden seit einigen Jahren vermehrt Extremereignisse wie beispielsweise Starkregen, Stürme und Hitzewellen im Rahmen der Klimawandeldebatte diskutiert. Obwohl Deutschland ein vergleichsweise kühles Klima hat, nimmt die Belastung durch Hitzewellen zu. Diese haben insbesondere auf die Stadtbevölkerung häufig schwerwiegende Auswirkungen. Nach Informationen des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit forderte bereits die Hitzeperiode im Jahr 2003 viele Tote im Bundesgebiet. Zusätzlich gab es zahlreiche Krankheitsfälle, die durch Hitze hervorgerufen wurden, etwa Dehydrierung, Hitzschlag, Herz- und Kreislauferkrankungen.

Die Hitzebelastung kann gerade in dicht besiedelten Gebieten zum Problem werden kann, deshalb müssen Städte Wege finden, sich anzupassen und ihre Bewohner zu schützen. Die Stadt Ludwigsburg beteiligt sich gemeinsam mit der Universität Stuttgart an einem Forschungsvorhaben zum Thema Hitzestress. Im Rahmen des Projekts wird aktuell eine Befragung in verschiedenen Stadtvierteln durchgeführt. Ziel der Befragung ist zu erfahren, wie die Stadtbevölkerung in Ludwigsburg die sommerliche Hitze wahrnimmt, wie sie sich vorbereitet und welche Maßnahmen getroffen werden können, um die Belastung zu minimieren.

Das ZURES Projektteam und die Stadt Ludwigsburg bitten daher um die Mithilfe der Befragten und freuen sich über zahlreiche Rückmeldungen. Als Dankeschön werden unter allen Teilnehmenden Eintrittskarten für das Blühende Barock und das Freibad Hoheneck verlost.

In der Projekt-Partnerstadt Bonn wird durch UNU-EHS derzeit ebenfalls eine Befragung mit Tablets in zwei Stadtvierteln durchgeführt. Die Fragebögen sind, bis auf lokale Anpassungen, identisch und sollen eine Vergleichbarkeit der Ergebnisse ermöglichen.

In enger Zusammenarbeit sollen mit den Städten Bonn und Ludwigsburg Methoden und Instrumente entwickelt werden, die eine bessere Anpassung an Hitzewellen heute und in Zukunft ermöglichen.