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16. Dezember 2016;

Das Projekt ZURES, initiiert von Prof. Dr. Jörn Birkmann (Koordination / Uni Stuttgart) und Prof. Stefan Greiving (TU Dortmund), in Zusammenarbeit mit der United Nations University in Bonn sowie den Praxispartnern Stadt Ludwigsburg und Bonn und den Planungsbüros GEO-NET (GEO-NET Umweltconsulting GmbH) und agl (agl Hartz, Saad, Wendl; Landschafts-, Stadt- und Raumplanung), setzt sich mit der Frage der Weiterentwicklung von Vulnerabilitäts- und Risikoanalysen als Instrument zur Förderung der Resilienz von Städten und urbanen Infrastrukturen auseinander. Das Forschungsvorhaben wird im Rahmen der sozial-ökologischen Forschung vom BMBF gefördert.

Hintergrund des im September 2016 gestarteten Projekts sind Beobachtungen, dass in bisherigen Risikobewertungen zum Klimawandel und entsprechenden Anpassungsstrategien zwar Szenarien zur Veränderung des Klimasignals in der Forschung einen Standard darstellen, zukünftige Veränderungen aufseiten der gesellschaftlichen Vulnerabilität jedoch kaum beachtet werden. Zudem spielen Akteure und ihre Netzwerke bislang in der Konzeption und Durchführung von Risiko- und Vulnerabilitätsabschätzungen und darauf aufbauenden Bewertungen eine allenfalls untergeordnete Rolle.

In dieser Hinsicht zielt ZURES auf die Entwicklung von neuen Methoden und Instrumenten einer zukunftsorientierten Vulnerabilitäts- und Risikoabschätzung von städtischen Räumen gegenüber Extremereignissen - insbesondere Hitzestress - ab. Im Sinne eines Transformationsmanagements auf städtischer Ebene im Kontext einer auf Nachhaltigkeit und Resilienz zielenden Stadtentwicklung werden existierende Prüf- und Planungsverfahren sowie Planungsinstrumente adaptiert, wie z.B. die Umweltverträglichkeitsprüfung sowie Verfahren zur Fortschreibung von Flächennutzungs- und Bebauungsplänen. Damit werden institutionell-methodische Voraussetzungen für die Anpassung von Planungs- und Steuerungsprozessen geschaffen.

„Planung und Steuerung sind aktuell und zukünftig besonders wichtig, da gerade aufgrund der Migration und des Einwohnerwachstums die Konkurrenzen um noch freie Flächen erheblich zunehmen. Hier will das Projekt bei bestehenden Informations- und Planungsinstrumenten ansetzen, um u.a. mittels Szenarien zukünftige Vulnerabilitäts- und Risikohotspots zu ermitteln und mögliche Anpassungsmaßnahmen besser bewerten zu können“, so Linda Sorg, Mitarbeiterin im Projekt am IREUS (Uni Stuttgart).